FerTick - Ist Ferienbetreuung Chefsache?

Wenn beide Elternteile berufstätig sind und für den Ferienzeitraum keine anderweitigen Betreuungsmöglichkeiten bestehen, stellen die Schulferien für viele Familien eine große Herausforderung dar.

    
 
Die Betreuung der Kinder während der Schulferien – insgesamt 12 Wochen pro Jahr – kann von berufstätigen Eltern meistens nicht vollständig abgedeckt werden. Wenn beide Elternteile berufstätig sind und für den Ferienzeitraum keine anderweitigen Betreuungsmöglichkeiten bestehen, stellen die Schulferien für viele Familien eine große Herausforderung dar.
 
Vor etwa 8 Jahren wurde eine tolle Initiative in Trier umgesetzt - das Ferienbetreuungsticket (sog. FerTick) initiiert vom Lokalen Bündnis für Familie Trier.  Die Idee von FerTick: Die Arbeitgeber helfen ihren Beschäftigten mit einem Zuschuss bei der Kinderbetreuung während der Ferien, wovon beide Seiten - die berufstätigen Eltern und die Unternehmen - profitieren.
 
Das Lokale Bündnis für Familie Trier hat einen standardisierten Weg und ein Formular als Vorlage den Unternehmen zur Verfügung gestellt, was laut Pressemitteilungen aus 2015 viele in Anspruch genommen haben und von positiver Resonanz berichtet haben.
 
Welche Vorteile haben die Unternehmen von so einem Zuschuss?
 
  • Der Verwaltungsaufwand ist sehr gering und der Kostenrahmen überschaubar.
  • Sie präsentieren sich als familienfreundliches Unternehmen.
  • Sie unterstützen Ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  • Ihre Beschäftigten wählen ein Ferienbetreuungsangebot für ihr Kind frei aus.
  • Das FerienTicket ist für nahezu jede Betriebsgröße anwendbar.
  • Sie bestimmen ganz individuell den Förderbetrag des FerienTickets.
(Tipp: wenn der Betrag 44 € nicht überschreitet ist die Zuwendung weder steuer- noch sozialversicherungspflichtig).
 
Leider existiert das Lokale Bündnis für Familie Trier nicht mehr und ich konnte keine Ansprechpartner ermitteln, die aktiv verfolgen, ob das damalige Angebot von den regionalen Arbeitgebern weiterhin genutzt wird und die weitere Unternehmen dazu motivieren, das Angebot einzuführen.
 
Was ich Euch aber präsentieren kann, ist ein bekannter regionaler Arbeitgeber, der die Idee vom FerTick fortsetzt! 
 
    
 
Beim Caritasverband Trier sind über 900 Mitarbeitende beschäftigt in über 60 Einrichtungen und Diensten. Der Träger wurde bereits für seine familienfreundliche Mitarbeiterangebote mit dem Siegel "Mein Top Job Trier" ausgezeichnet. 
 
Wie wird die Ferienbetreuung der Kinder der Mitarbeitenden unterstützt? Der Verband gewährt ihnen einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 40,-- Euro pro Kind für die Inanspruchnahme kostenpflichtiger Betreuungsangebote, zweimal jährlich, während der Schulferien. Der Zuschuss gilt nur für die Betreuung von Kindern gemäß § 1 Abs. 1 JuSchG (Kinder unter 14 Jahren).
 
Und wie funktioniert das in der Praxis?
 
  • Zur Beantragung eines Zuschusses nutzen die Mitarbeitenden ein "Ferienbetreuungsticket“-Formular.
  • Der Antragsteller meldet das Kind bei einem betreuten Ferienangebot an und bezahlt die Betreuungsgebühren.
  • Der Anbieter der Betreuung bestätigt schriftlich auf dem "Ferienbetreuungsticket"-Formular, dass das Kind am Ferienprogramm teilgenommen hat.
  • Der Antragsteller legt das ausgefüllte Formular der Personalabteilung vor.
  • Die Personalabteilung überprüft, ob der Antrag sachlich und rechnerisch korrekt ist und weist die Erstattung des Zuschussbetrages an den Antragsstellenden an.
 
Zur Zeit gibt es einige offene Stellen beim Caritasverband Trier, schaut gerne auf der Webseite die Jobanzeigen an.
 
Wird ein Ferienbetreuungszuschuss in Eurem Unternehmen angeboten? Wünscht Ihr Euch, dass Euer Arbeitgeber so ein Benefit für die Mitarbeiter einführt? Über Eure Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!
Porta Familia

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