Im Flohzirkus können wieder Kinder spielen

Die Räumlichkeiten für studierende Eltern an der Universität Trier haben neu geöffnet. Nun werden Personen mit und ohne Nachwuchs gesucht, die unterstützen wollen.

  

„Mama, wo sind denn die Autos für das Parkhaus?", fragt ein circa vierjähriger Junge. Kaum im Raum hatte er sich gleich schon sein Lieblingsspielzeug aus dem Regal genommen. Im „Flohzirkus" an der Universität Trier ist alles zu finden, was Kinderherzen höherschlagen lässt: vom Bällebad über Rutsche bis zur Spielküche. Seit Kurzem sind die Räume, die zentral auf dem Campus auf der Ebene unter dem so genannten Forum liegen, wieder geöffnet. Eineinhalb Jahre hat die Abteilung für Bauangelegenheiten der Universität renoviert. Nun ist alles heller und noch kinderfreundlicher.

„Wir möchten einen Beitrag leisten, Familie und Studium unter einen Hut zu bekommen", sagt Adele Pompalla. Die Lehramtsstudentin und Vorsitzende des Perspektive e.V., dem Träger der Krabbelstube Flohzirkus, weiß wovon sie spricht. Als Mutter zweier Töchter muss sie ihren Stundenplan nach den Zeiten planen, in denen die Kinder betreut werden können. Gerade wenn Veranstaltungen am späteren Nachmittag oder abends stattfinden, ist das nicht immer einfach. Nachmittags ist dann auch im Flohzirkus in der Regel am meisten Gewusel.

Zentrale Idee des Flohzirkus ist, dass Eltern gegenseitig auf die Kinder aufpassen, um an Lehrveranstaltungen teilnehmen oder auch einfach nur einmal in Ruhe in der Bibliothek arbeiten zu können. „Wir wollen aber darüber hinaus vor allem auch ein Netzwerk sein, das Austausch unter Studierenden mit Kindern ermöglicht", sagt Pompalla. Denn als studentische Mutter beziehungsweise studentischer Vater hat man teilweise sehr spezielle Fragen. Das hört man von fast allen Familien, die den Flohzirkus aktiv nutzen.

„Der Flohzirkus ist ein wichtiger Baustein der familiengerechten Hochschule", würdigt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel bei der Feier zur Neueröffnung das Engagement der selbstorganisierten Elterninitiative. Daher unterstützen die Hochschulleitung und das Familienbüro den Flohzirkus sehr gerne; die Universität stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Zum achten Mal erhält die Universität Trier dieses Jahr das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule", mit dem die Bemühungen für die Vereinbarkeit von Familie mit Studium beziehungsweise Beruf ausgezeichnet werden.

Damit Eltern miteinander ins Gespräch kommen können, bietet der Flohzirkus ab sofort immer Freitagvormittag einen offenen Treff an. Willkommen sind nicht nur studierende Eltern und ihre Kinder, sondern auch Mitarbeitende der Universität sowie alle weiteren Interessierten. Man muss nicht an der Universität Trier studieren oder arbeiten beziehungsweise Kinder haben, um sich einzubringen, betont Sophie Feil. Die zweite Vorsitzende des Perspektive e.V. ist gerade mit dem Studium fertig geworden und hat selbst keine Kinder. „Wir suchen immer Unterstützerinnen und Unterstützer."

Die beiden Vorsitzenden Pompalla und Feil haben auf jeden Fall viele Pläne: Bald soll es wieder ein Workshop-Angebot geben. Neben dem nachgefragten Erste-Hilfe-Kurs könnte beispielsweise zukünftig auch ein Workshop zur Ernährung von Kindern auf dem Programm stehen. Auch würden sie gerne den Spielplatz, der sich auf dem Weg zu Campus II befindet, wieder auf Vordermann bringen. Dann sieht man die „Campinis" (Campus-Kinder) sicher wieder häufiger bei ihren kleinen Ausflügen.

Weitere Informationen gibt die Website flohzirkus.uni-trier.de.

Krabbelstube Flohzirkus an der Universität Trier - Mail: flohzirkus@uni-trier.de

Pressemitteilung Universität Trier

Porta Familia

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